Massenrundschreiben

Massenrundschreiben

Urteil gegen Massenrundschreiben von „Anlegerschutzanwälten“

In der heutigen Zeit geraten immer mehr Kapitalanleger in den Fokus von selbst ernannten Anlegerschutzanwälten. In Form von Serienbriefen versenden die Anwaltskanzleien massenweise unverbindliche Angebote zur Interessenvertretung, ohne dass zuvor eine Beziehung zum Kunden bestanden hat. In vielen Fällen geschieht dies mittels Aufforderungen zur Mandatserteilung, um das angelegte Kapital nicht ganz zu verlieren. Damit nutzen die Anlegerschutzanwälte die Unsicherheit der Anleger zur Mandantenakquise – und das meistens mit Erfolg, denn durch die Schreiben werden den Anlegern grundsätzlich gute Erfolgschancen für eine Schadensersatzklage suggeriert.

Zahlreiche Kapitalanleger haben bisweilen solche Anwaltskanzleien mit der Vertretung der eigenen Interessen beauftragt, ungeachtet dessen, dass die Rechtsanwälte für ihren Einsatz eine nicht unerhebliche Vergütung verlangen.

Inzwischen urteilte jedoch das Amtsgericht Weilheim, dass es sich bei diesem Vorgehen um einen Verstoß gegen § 43b der Bundesrechtsanwaltsordnung handelt und Mandantenverhältnisse, die nachweislich aus Massenrundschreiben entstanden sind, als nichtig zu beurteilen sind. In der Folge bedeutet dieses Urteil, dass auch der Vergütungsanspruch des mit der Interessenvertretung beauftragten Rechtsanwalts nicht zulässig ist.

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